| Antragsteller*in: | Jonah Hacker |
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BDK-11: Jonah Hacker
Name
Bewerbungstext
Liebe Freund*innen,
im vergangenen Jahr durfte ich euch erstmals als Delegierter auf der BDK vertreten. Für mich waren die drei Tage in Hannover wahnsinnig lehrreich, aufregend und zugleich anstrengend. Ich durfte mein erstes Fernsehinterview geben, habe mich in Debatten eingeworfen und mich an Abstimmungen beteiligt. Gerade mit Blick auf die extrem knappen Abstimmungsergebnisse vor Ort war es ein einmaliges Gefühl, an der Gestaltung unserer Partei so unmittelbar mitwirken zu dürfen. Ich bewerbe mich daher nun erneut um eure Stimme.
Auf unserem diesjährigen Parteitag werden wir einige zentrale Weichen stellen. So wählen wir etwa einen neuen Bundesvorstand und entscheiden darüber, wie wir als Partei durch diese bewegten Zeiten manövrieren wollen. Denn wir erleben derzeit eine Parteienlandschaft, die massiven Veränderungen ausgesetzt ist. Es ist mir wichtig, bei dieser Analyse nicht nur den offensichtlichen Schluss zu ziehen, dass die politischen Ränder immer stärkere Gewinne erzielen. Vielmehr gerät unser gesamtes politisches System, wie wir es jahrzehntelang kannten, derzeit ins Wanken. Mich besorgt hierbei insbesondere auch das immer schwächere Abschneiden von SPD und FDP. Für mich wären Ergebnisse, wie wir sie jetzt etwa in Baden-Württemberg erlebt haben, noch vor einiger Zeit undenkbar gewesen. Und ja, all diese Veränderungen können verunsichern und das tun sie auch bei mir. Umso glücklicher macht es mich, Mitglied einer Partei zu sein, die ihre eigenen Positionen immer wieder kritisch hinterfragt und damit Verantwortung übernimmt. Denn auch das hat mir die Bundesdelegiertenkonferenz im letzten Jahr gezeigt: Wir Bündnisgrüne sind dazu in der Lage, uns auch komplizierten und schmerzhaften Fragen zu widmen.
Gerade deshalb ist die kommende BDK so wichtig. Unser Personal, unsere Satzung, aber auch die von uns geführten Debatten entscheiden darüber, welche Rolle unsere Partei in Zukunft spielen wird. Wir sollten uns hierbei aus meiner Sicht nicht an alte Denkmuster und Überzeugungen klammern. Vielmehr müssen wir mit Mut und vollem Einsatz dafür sorgen, dass wir die politische Landschaft Deutschlands von morgen prägen. Welche Rolle Bündnis 90/Die Grünen in dieser Zukunft spielen werden, das entscheiden wir. Ich bitte um euer Vertrauen, damit ich mich in genau diese Debatten einbringen kann. Ich will dabei meine Perspektive als junger Mensch einbringen, aber auch all die spannenden Impulse aus unserem Kreisverband auf die große Bühne bringen.
Abschließend möchte ich noch einige Worte zu mir persönlich loswerden. Diese Angaben decken sich mit jenen in meiner Bewerbung für die Landesdelegiertenkonferenz.
Berlin-Mitte ist seit 18 Jahren mein Zuhause. Ich bin hier geboren, aufgewachsen, zur Schule gegangen und habe im letzten Jahr hier mein Studium begonnen. Umso glücklicher hat es mich gemacht, diesen wunderschönen und facettenreichen Bezirk im letzten Jahr bei diversen Parteitagen vertreten zu dürfen. Neben meinem Engagement bei uns im Kreisverband lerne ich als Schiedsrichter die verschiedensten Fußballplätze und -mannschaften kennen, pilgere von Opernhaus zu Opernhaus und manchmal findet man mich sogar in der Humboldt-Universität, wo ich ab April im zweiten Semester Jura studiere.
Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen wurde ich bereits im Alter von 14 Jahren. Seit 2024 engagiere ich mich hier bei uns im Kreisverband mit Herzblut, zunächst als Vorstandsmitglied bei der Grünen Jugend Berlin Mitte und mittlerweile als Co-Sprecher der Stadtteilgruppe Zentrum, welcher ich mich besonders gerne widme.
Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr mir erneut euer Vertrauen aussprechen würdet.
Euer Jonah
Ausbildung: Derzeit Jurastudent an der Humboldt-Universität; vorher Abiturient am John-Lennon-Gymnasium.
Partei: Seit 2025: Co-Sprecher der Stadtteilgruppe Zentrum; Delegierter für die BDK und den Landesausschuss; 2024-2025: Vorstandsmitglied der Grünen Jugend Berlin Mitte.
Schulisches Engagement: Schulsprecher; Organisation und Moderation von Juniorwahlen und Podiumsdiskussionen im Vorfeld von Wahlen (zuletzt zur BTW 2025); außerdem von Gesprächen mit Ljudmyla Melnyk (IEP) und Lutz Taufer (RAF); historische Arbeit an der Ausstellung "Geteilte Unterwelt", die sich mit der Geschichte von Friedhöfen während der deutschen Teilung befasst; Organisation eines Spendenlaufes für die Menschen in der Ukraine.
