| Antragsteller*in: | Sina Brabetz |
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F23-1: Sina Brabetz
Name
Bewerbung
Liebe Freund*innen,
Politik beginnt in den Wohnzimmern. Dort entscheidet sich, ob öffentliche Institutionen als Partner*innen wahrgenommen werden oder eben nicht. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass bürokratische Hürden wie Mauern wirken können und wie unerreichbar sich eine Behörde anfühlt, wenn man nicht ernst genommen wird. Als Tochter einer alleinerziehenden Mutter bin ich in einem unpolitischen Haushalt groß geworden. Schlichtweg, weil keine Zeit für politische Bildung blieb. Das Gefühl der damit verbundenen Ohnmacht kenne ich gut.
2019 bin ich zu den Grünen gekommen, weil ich hier Antworten auf dieses Gefühl gefunden habe. Ich kandidiere, um Brücken zwischen dem Rathaus und den vielfältigen Lebensrealitäten in Mitte zu bauen, damit soziale Gerechtigkeit in den Kiezen ankommt.
In den letzten dreieinhalb Jahren durfte ich unsere BVV-Fraktion als studentische Mitarbeiterin begleiten. In dieser Zeit habe ich die politischen Abläufe kennengelernt. Vor allem aber habe ich gelernt: Gute Politik in Mitte gelingt durch Zuhören, Kooperation und gemeinsames Gestalten.
Wer nicht am Tisch sitzt, wird überhört
In meiner Bachelorarbeit habe ich die Repräsentation in der BVV Mitte untersucht. Mein Befund ist ein Warnsignal: Viele Bürger*innen sind unterrepräsentiert, was ein demokratiegefährdendes Defizit erzeugt. Ich möchte die Türen weit öffnen: Für junge Menschen, queere Menschen, Menschen mit Migrationsgeschichte, Alleinerziehende und für alle, die bisher keinen Zugang zur Politik hatten. Mein Ziel ist eine BVV und öffentliche Verwaltung, die die Vielfalt von Mitte in jeder Entscheidung mitdenkt.
Feminismus ist kein Nischenthema, sondern Grundvoraussetzung für einen funktionierenden Bezirk
Ob Stadtplanung, Haushalt oder Soziales. Wir müssen überall die "intersektionale Brille" aufhaben. Alle drei Minuten erlebt eine Frau* in Deutschland Gewalt, auch hier in Mitte. Ich durfte bereits an einem Beschluss für eine Veranstaltung zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen* sowie einer Anfrage zum Umgang der Jobcenter und Sozialämter mit Betroffenen geschlechtsspezifischer oder sexualisierter Gewalt mitwirken. Diesen Weg möchte ich weitergehen, denn wir brauchen Behörden, die für Betroffene eine Stütze sind und keine bürokratische Hürde. Gerade in Zeiten von Kürzungen dürfen FLINTA*-Schutzräume nicht dem Rotstift zum Opfer fallen.
Wir, die Grüne Fraktion, muss eine verlässliche Partnerin für die Menschen in den Kiezen bleiben. Soziale Gerechtigkeit bedeutet, dass die soziale Infrastruktur für Kinder, Familien und Senior*innen erhalten bleibt und für jeden zugänglich ist. Ich möchte meine Kenntnisse aus meinem Studium Public und Nonprofit-Management nutzen, um eine moderne, barrierefreie Verwaltung mitzugestalten, die digital und serviceorientiert Hürden abbaut, statt neue zu schaffen.
Warum ich kandidiere
Angesichts des Erstarkens rechtsextremer Politik ist eine bürger*innennahe, gemeinschaftlich gelebte Kommunalpolitik die einzig richtige Antwort. Ich stehe für eine Politik, die zuhört und gemeinsam mit den Menschen gestaltet, damit Mitte ein Ort ist, an dem sich Alle Willkommen fühlen.
Dafür bitte ich euch um euer Vertrauen und eure Stimme.
Eure Sina
Studium
Seit 2025 Masterstudium Gender Studies, HU Berlin
- Schwerpunkt: Sexualisierte Gewalt bei der Humboldt Law Clinic für Grund- und Menschenrechte
Seit 2025 Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung
2021 – 2025 Bachelorstudium Public und Nonprofit Management, HWR/HTW Berlin
Politische Erfahrung
Seit 2025 im KV Mitte
Seit 2022 studentische Mitarbeiterin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der BVV Mitte
Seit 2019 Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen und der Grünen Jugend
2024 Praktikum bei Hanna Steinmüller (MdB)
Weitere Arbeitserfahrung
2021 – 2022 Studentische Mitarbeiterin an der HTW Berlin
2019 – 2021 FSJ im Hort der A. Glaßbrenner Grundschule
Hast du Fragen? Schreib mir gerne oder sprich mich direkt an.
Instagram: sinabrtz
Mail: sinabrabetz@gmail.com
