| Antragsteller*in: | Jonah Hacker |
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LDK-17: Jonah Hacker
Name
Bewerbungstext
Liebe Freund*innen,
aus der Landtagswahl in Baden-Württemberg lassen sich diverse Schlüsse ziehen. Mit Sicherheit wird sie noch eine ganze Weile Gesprächsthema sein – auch bei uns im Kreisverband. Denn was ganz genau zum Wahlerfolg geführt hat und was wir daraus für Berlin ableiten können, lässt sich wohl sehr unterschiedlich betrachten und bietet Raum für eine ganze Menge an Diskussionen.
Für mich persönlich gibt es aber schon jetzt vor allem eine Lehre aus Baden-Württemberg: Wir Grüne gewinnen und verlieren Wahlen derzeit nicht wegen Kleinigkeiten im Programm oder mangelnder Kompetenz. Wahlen werden gewonnen, wenn Menschen Vertrauen in unsere Kandidat*innen haben.
Wir leben in Zeiten, in denen vieles ins Wanken gerät. In denen Menschen Angst vor der nächsten Nebenkostenabrechnung oder dem nächsten Kindergeburtstag haben, weil finanzielle Ressourcen immer knapper werden. Und wir leben in Zeiten, in denen Kriegsgefahren wieder realer werden, die Erde sich immer weiter erwärmt und Demokratien weltweit unter Druck stehen. In diesen Zeiten ist der Wunsch groß nach Politiker*innen, die glaubhaft Stabilität vermitteln, aber auch Hoffnung machen. Vor allem aber braucht es Politiker*innen, die sich dem Ernst der Lage bewusst sind. Politiker*innen, die Verantwortung übernehmen, anpacken und das Vertrauen in unsere Demokratie Stück für Stück wiederaufbauen.
Am 18. und 19. April wählen wir Bündnisgrüne in Berlin die Landesliste für die anstehende Berlin-Wahl. An diesem Wochenende entscheiden wir darüber, ob wir genau dieser Aufgabe gerecht werden. Denn wer Berlin gestalten will, braucht herausragendes Personal. Sollten wir die notwendige Beschlussfähigkeit nicht erreichen und die Landesmitgliederversammlung zu einer Landesdelegiertenkonferenz werden, würde ich euch bei dieser Richtungsentscheidung wahnsinnig gerne vertreten.
Aber auch abgesehen von den Personalentscheidungen liegt ein spannendes Jahr vor uns. Ich persönlich bin optimistisch, dass an dessen Ende auch wieder eine grüne Regierungsbeteiligung stehen kann. Denn aus meiner Sicht gibt es kaum ein Bundesland mit einem solch großen Potenzial für uns wie hier in Berlin. Aber wer regieren will, muss bereit sein, sich selbst immer wieder kritisch zu hinterfragen und eine Politik für alle Bürger*innen Berlins zu machen. Popularität statt Populismus. Und Lösungen statt Lautstärke. Dass wir gut zuhören können, haben wir in Mitte bereits bewiesen. Jetzt geht es darum, dieser Stadt das richtige politische Angebot zu machen und dieses in eine starke Regierung für Berlin münden zu lassen. Ich habe große Lust, an genau dieser Gestaltung unserer Partei mitzuwirken.
Abschließend möchte ich noch einige Worte zu mir persönlich loswerden. Diese Angaben decken sich mit jenen in meiner Bewerbung für die Bundesdelegiertenkonferenz.
Berlin-Mitte ist seit 18 Jahren mein Zuhause. Ich bin hier geboren, aufgewachsen, zur Schule gegangen und habe im letzten Jahr hier mein Studium begonnen. Umso glücklicher hat es mich gemacht, diesen wunderschönen und facettenreichen Bezirk im letzten Jahr bei diversen Parteitagen vertreten zu dürfen. Neben meinem Engagement bei uns im Kreisverband lerne ich als Schiedsrichter die verschiedensten Fußballplätze und -mannschaften kennen, pilgere von Opernhaus zu Opernhaus und manchmal findet man mich sogar in der Humboldt-Universität, wo ich ab April im zweiten Semester Jura studiere.
Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen wurde ich bereits im Alter von 14 Jahren. Seit 2024 engagiere ich mich hier bei uns im Kreisverband mit Herzblut, zunächst als Vorstandsmitglied bei der Grünen Jugend Berlin Mitte und mittlerweile als Co-Sprecher der Stadtteilgruppe Zentrum, welcher ich mich besonders gerne widme.
Im vergangenen Jahr durfte ich euch bereits bei diversen Landesausschüssen als Delegierter vertreten – vielen Dank, dass ihr mir diese Möglichkeit gegeben habt. Ich habe dort vieles über unseren Landesverband gelernt und mich rege an Debatten beteiligt. So etwa bei der Diskussion um die Wehrpflicht, bei der ich eine Rede gehalten habe.
Liebend gerne würde ich meine Perspektive nun auch bei der LDK einbringen, wofür ich von Herzen um euer Vertrauen bitte. Bei Fragen, meldet euch jederzeit liebend gerne bei mir.
Euer Jonah
Ausbildung: Derzeit Jurastudent an der Humboldt-Universität; vorher Abiturient am John-Lennon-Gymnasium.
Partei: Seit 2025: Co-Sprecher der Stadtteilgruppe Zentrum; Delegierter für die BDK und den Landesausschuss; 2024-2025: Vorstandsmitglied der Grünen Jugend Berlin Mitte.
Schulisches Engagement: Schulsprecher; Organisation und Moderation von Juniorwahlen und Podiumsdiskussionen im Vorfeld von Wahlen (zuletzt zur BTW 2025); außerdem von Gesprächen mit Ljudmyla Melnyk (IEP) und Lutz Taufer (RAF); historische Arbeit an der Ausstellung "Geteilte Unterwelt", die sich mit der Geschichte von Friedhöfen während der deutschen Teilung befasst; Organisation eines Spendenlaufes für die Menschen in der Ukraine.
