| Antragsteller*in: | Sophie Beyer |
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F19-1: Sophie Beyer
Name
Bewerbung
Liebe Leute,
ich lebe seit 2020 in Berlin und bin für mein Studium hierhergezogen. Meine erste Station war eine WG im Wedding. Ich habe sie zwar eher zufällig auf ebay Kleinanzeigen gefunden, aber schnell ist sie zu einem Zuhause geworden. Vor etwa drei Jahren musste ich dann ausziehen. Ich wollte gerne im Kiez bleiben, doch die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung wurde, wie für viele andere auch, zu einer großen Herausforderung. Erst nach längerer Suche und unzähligen nichtbeantworteten Anfragen habe ich schließlich eine Wohnung in Moabit gefunden.
Diese Erfahrung teilen viele Studierende und Auszubildende: Zu wenige Wohnheimplätze und steigende Mieten und zu wenig Angebote machen es schwer, in Berlin, besonders in Mitte, eine passende und bezahlbare Wohnung zu finden. Doch Wohnen darf kein Luxus sein. Daher ist für mich besonders wichtig, dass unsere Kieze Orte bleiben sollen, in denen Vielfalt gelebt und Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen leben können. Damit das gelingt, braucht es eine verlässliche Wohnungspolitik, die bezahlbaren Wohnraum sichert, Milieuschutz stärkt und Zweckentfremdung bekämpft.
Außerdem ist mir wichtig, den Blick stärker auf junge Menschen im Bezirk zu richten. Als Votenträgerin der Grünen Jugend Berlin Mitte stehe ich im Austausch mit vielen, die sich für Politik interessieren und sich einbringen wollen. Dabei wird immer wieder deutlich, dass es nicht nur um Mitbestimmung geht, sondern auch um ganz konkrete Lebensrealitäten.
Junge Menschen brauchen Räume im Bezirk - Orte, an denen sie sich treffen, austauschen und ihre Freizeit verbringen können, ohne auf Konsum angewiesen zu sein. Jugendzentren leisten hier wichtige Arbeit und sollten weiter gestärkt werden. Gleichzeitig sind auch öffentliche Räume wie Sportplätze, Parks oder Bibliotheken entscheidend. Sie müssen zugänglich, gut ausgestattet und die Bedürfnisse junger Menschen berücksichtigen.
Politisch aktiv bin ich nicht erst seit meinem Umzug nach Berlin: Schon während meiner Schulzeit in einem Vorort von Hamburg habe ich mich im dortigen Jugendbeirat engagiert. Dort habe ich zum Beispiel an Diskussionen über Freizeitangebote für Jugendliche mitgewirkt und erlebt, wie schwierig es sein kann, Ideen tatsächlich umzusetzen; selbst, wenn sie auf Zustimmung stoßen. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, dranzubleiben und politische Prozesse aktiv mitzugestalten.
Ich möchte mich in der BVV dafür einsetzen, konkrete Verbesserungen vor Ort zu erreichen. Für Mieter*innen, für junge Menschen und für einen Bezirk, der für alle lebenswert bleibt.
Ich freue mich, wenn ihr mir euer Vertrauen schenkt und mich auf Listenplatz 19 unterstützt.
- Aufgewachsen in der Nähe von Hamburg
- 2020 für das Studium der Rechtswissenschaften an der FU nach Berlin gezogen
- seit 2024 bei der Grünen Jugend Berlin Mitte aktiv
