| Antragsteller*in: | Yannick Lehmann |
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O18-2: Yannick Lehmann
Name
Bewerbung
Liebe Freund:innen,
mein Name ist Yannick, ich bin 25 Jahre alt, geboren in Berlin und wohne seit über 6 Jahren im Wedding. Den Großteil meiner Zeit verbringe ich mit meiner Frau und unseren beiden Kindern, meinem Masterstudium Computer Science, der Arbeit im Wahlkreisbüro unseres Abgeordneten Ario Mirzaie und natürlich meinem politischen Engagement.
Drei Themen stehen für mich dabei besonders im Fokus und ziehen sich wie ein roter Faden durch meinen Alltag:
Jungen Menschen eine Stimme geben
Mit 25 Jahren könnte auch ich mich noch als junger Mensch bezeichnen. Nicht zuletzt, weil ich in den Jugendorganisationen der anderen im Parlament vertretenen Parteien noch ungefähr zehn Jahre Mitglied sein könnte. Zugleich trage ich als Vater von zwei kleinen Kindern im Alter von fünf und einem Jahr bereits Verantwortung für die nächste Generation. Denn Teilhabe beginnt noch viel früher. Kinder nutzen unsere Stadt völlig anders, haben andere Bedürfnisse und sehen die Stadt wortwörtlich aus einer ganz anderen Perspektive.
Genau dieser Blick prägt meine Haltung: Politisches Interesse beginnt nicht erst mit der Volljährigkeit. Es entsteht nicht von ungefähr, sondern vor allem dort, wo echte Mitbestimmung möglich ist. Die Absenkung des Wahlalters auf 16 in Berlin war deshalb ein richtiger und längst überfälliger Schritt. Denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie spät politische Teilhabe oft erst beginnt: Bei meiner ersten Bundestagswahl war ich fast 21 Jahre alt. Das ist wertvolle Zeit, in der junge Stimmen fehlen.
Formate wie der Jugendbeirat in der BVV sind wichtig, weil sie Beteiligung schaffen und Perspektiven sichtbar machen. Aber das reicht nicht. Wer die Zukunft gestalten will, muss junge Menschen konsequent einbeziehen – auch Kinder, denn sie können und wollen mitreden! Ich will mich dafür einsetzen, dass ihre Stimmen echtes Gewicht bekommen. Dazu gehört für mich auch, die Perspektiven junger Familien stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Damit in Berlin nicht nur die Stadt, sondern auch die Kinder groß sein können.
Zusammenhalt im Bezirk stärken
Mittlerweile im dritten Jahr darf ich unsere Stadtteilgruppe Wedding als Co-Sprecher vertreten. Dabei fällt mir eines immer wieder auf: Unser Bezirk lebt von Menschen, die sich füreinander einsetzen, aber gleichzeitig stehen viele dieser Orte unter Druck. Um sie sichtbarer zu machen, haben wir eine interaktive Karte mit bald 100 Orten des Miteinanders im Wedding und Gesundbrunnen aufgebaut. Außerdem haben wir einen wöchentlichen Newsletter ins Leben gerufen, der kostenfreie Veranstaltungen aus unserer Nachbarschaft bündelt und zugänglich macht.
Mir ist es wichtig, den vielen ehrenamtlichen Initiativen, Stadtteilzentren und engagierten Menschen zu danken. Diese Wertschätzung habe ich auch in das Bezirkswahlprogramm eingebracht. Aber ein bloßer Dank reicht nicht. Wir müssen sie aktiv unterstützen und stärken. Ein konkreter Ansatz und mein Herzensthema sind dabei die Kieztafeln: Orte, an denen Initiativen niedrigschwellig auf ihre Angebote aufmerksam machen und Menschen in der Nachbarschaft direkt erreichen können.
Denn genau hier entscheidet sich, wie stark unser Zusammenhalt wirklich ist. Wo Begegnung entsteht, wächst Vertrauen. Und wo Vertrauen wächst, haben Einsamkeit und rechte Hetze weniger Raum. Diese Orte sind kein “Extra”, sie sind das Fundament: Für ein lebendiges Miteinander und für eine wehrhafte Demokratie.
Der Bezirk digital und bürger:innennah
Digitalisierung klingt oft groß und in Deutschland ehrlich gesagt irgendwie weit entfernt. Und natürlich könnte auch ich mich einfach darüber aufregen, dass die Bearbeitung des Elterngeldes über zwölf Monate dauert oder Nachweise und Änderungen von Kita-Gutscheinen noch immer größtenteils analog ablaufen. Aber neben diesen großen Baustellen können auch kleine Veränderungen im Bezirk einen Unterschied machen.
Als Co-Sprecher der AG Digitalpolitik unterstütze ich seit Längerem die anderen Arbeitsgemeinschaften bei Zukunftsfragen, wie etwa Informatik als Unterrichtsfach oder Nutzung von KI im Wahlkampf. Und so wie viele unserer AGen ist auch die Verwaltung schon auf dem Weg in die Digitalisierung, wenn auch noch längst nicht am Ziel.
In der Bezirksverordnetenversammlung will ich diesen Prozess konstruktiv begleiten, der Verwaltung aber auch genau auf die Finger schauen und darauf drängen, dass die richtigen Entscheidungen für eine konsequente Digitalisierung getroffen werden. Ein konkreter Baustein und ein weiteres Herzensthema sind die Self-Service-Terminals, die wir als AG Digitalpolitik ins Bezirkswahlprogramm eingebracht haben. Damit Dienstleistungen einfacher zugänglich werden und digitale Angebote endlich im Alltag der Menschen ankommen.
Vielen Dank für euer Vertrauen und eure Stimme.
Yannick
Parteiengagement:
- Co-Sprecher der Arbeitsgemeischaft Digitalpolitik (seit 2023)
- Co-Sprecher der Stadtteilgruppe Wedding (seit 2024)
- Organisation und Unterstützung im Wahlkampf
- Mitglied der Antragskommission für das Bezirkswahlprogramm 2026
Ausbildung und Beruf:
- Bachlorabschluss Technische Informatik, TU Berlin (2024)
- Masterstudium Computer Science, TU Berlin (seit 2024)
- Werkstudent am Distributed Artificial Intelligence Laboratory (2020-2025)
- Kiezbüroleiter im Wahlkreis 5 für Ario Mirzaie (seit 2025)
Privat:
- leidenschaftlicher Fahrradfahrer und Balkongärtner
- immer zur Stelle, wenn etwas repariert werden muss
- Dauerspielplatzbesucher mit meinem Sohn
