| Antragsteller*in: | Stefanie Remlinger |
|---|
F1-1: Stefanie Remlinger
Name
Bewerbung
Liebe Freundinnen und Freunde,
voller Tatendrang bewerbe ich mich als eure bündnisgrüne Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Mitte für Platz 1 der Liste zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Auch künftig möchte ich meine Kraft, meine Energie und meine Ideen für unseren wunderbaren Bezirk einsetzen.
Mitte ist der sozial und kulturell vielfältigste Bezirk Berlins mit Menschen aus über 170 Herkunftsländern. Ich möchte zeigen, wie Menschen mit unterschiedlichen Sprachen und Religionen friedlich, gleichberechtigt und wertschätzend zusammenleben. Dass diese Vielfalt uns stärker und klüger macht. Und wie viele Menschen dafür mit Verantwortung übernehmen.
Dafür mache ich Politik, die sich nicht nur inhaltlich, sondern auch im Stil von den Extremisten und Populisten unterscheidet: ich mache Politik nicht gegen Menschen, sondern mit ihnen zusammen – für Zusammenhalt in einer sozialen Stadt, für einen lebenswerten öffentlichen Raum, für mehr statt weniger Kultur und für eine ermöglichende Verwaltung.
Ich will gute Lösungen für die Herausforderungen des Bezirks finden:
- Trotz harter Kürzungen halten wir im Kulturbereich dagegen: Räume sichern, Verfahren vereinfachen, vernetzen und ermöglichen. So haben wir Künstler*innen mit der Wirtschaft vernetzt für eine Suche nach neuen Geldquellen und bieten Räume für mehr Ausstellungsmöglichkeiten. Als Nächstes wollen wir das ehemalige Gymnasium in der Levetzowstraße zu einem Atelier- und Kulturhaus umwandeln.
- Mit der Kampagne #mittemachtsauberkämpfen wir für bessere Entsorgungsmöglichkeiten für Sperrmüll und gründen eine Soko Müll gegen illegalen Gewerbemüll. Wir unterstützen Initiativen, die sich für Clean Ups, Repair Cafés und Zero Waste engagieren, und schaffen mit gemeinsamen Veranstaltungen wie dem Müllgipfel und dem Müllfest Sichtbarkeit.
- Im Dialog mit den Religionsgemeinschaften haben wir eine muslimische und eine alevitische Grabfläche ausgewiesen. Gemeinsam mit Muslim*innen, Jüd*innen und Christ*innen feiern wir Chanukka und das Fastenbrechen im Ramadan. Miteinander wollen wir eine würdige Form des jährlichen Gedenkens an das Leid der Menschen im Krieg im Nahen Osten entwickeln – dialogorientiert und verbindend; respektvoll, würdig und empathisch.
- Wir gestalten in Mitte eine Erinnerungskultur, die koloniale Kontinuitäten sichtbar macht und abbaut – gemeinsam und auf Augenhöhe mit der Schwarzen Community. Das zeigt sich besonders sichtbar in der Umbenennung kolonial belasteter Straßennamen. Als nächsten Schritt wollen wir mehr positive Geschichten erzählen, einen Gedenk- und Lernort schaffen und den Austausch über Städtepartnerschaften mit afrikanischen Städten stärken.
- Nicht alles lässt sich im Dialog lösen: am Leopoldplatz war eine konsequente Intervention nötig, um die organisierte Drogenkriminalität zurückzudrängen. Mit zusätzlichen Senatsmitteln haben wir unser Vier-Säulen-Modell aus Prävention, Repression, Hilfe und kultureller Belebung erfolgreich umgesetzt. Nun wollen wir die kommunale Zwischennutzung des Karstadt und ein Haus der Hilfe für obdachlose Suchtkranke realisieren. Ziel ist es, den Platz gemeinsam mit den Anwohner*innen dauerhaft zu stabilisieren – als Ort für alle.
Dabei entsteht gute Politik nur im Team: durch gute Zusammenarbeit, offene Ohren, und das gemeinsames Dranbleiben. Mein herzlicher Dank gilt der Bezirksfraktion, dem Kreisverband und Kreisvorstand für die große Unterstützung – auch in schwierigen Momenten. Besonders danken möchte ich auch Dir, Christopher: wir sind ein starkes Team und ziehen an einem Strang, gerade wenn es um das geht, was in unsere Grüne DNA eingeschrieben ist: Klimaschutz und Klimaanpassung im Alltag, von Hitzeschutz über Schwammstadt und Grünpflege bis zur Verkehrssicherheit.
Ich möchte auch sagen, wie glücklich ich darüber bin, wie viele motivierte, loyale und engagierte Mitarbeiter*innen ich in meinen Ämtern kennenlernen durfte. Dies, obwohl die technischen und räumlichen Arbeitsbedingungen nun wirklich nicht auf der Höhe der Zeit sind.
Liebe Freundinnen und Freunde,
ihr seht: vieles ist begonnen, vieles liegt noch vor uns. Als eure Bezirksbürgermeisterin möchte ich mit euch dafür kämpfen, dass wir weiterhin die stärkste Kraft im Bezirk bleiben und Führungsverantwortung übernehmen. Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Themen, unser Politikstil und unsere Reichweite in alle Bevölkerungsschichten hinein gerade jetzt das richtige Politikangebot ist – für die Menschen in Mitte und die Umwelt. Dafür bitte ich um euer Vertrauen und eure Stimme.
Herzliche Grüße,
Eure Steffi
Diplom Kulturwirtin, Parteimitglied seit 2004
seit Okt. 2022 Bezirksbürgermeisterin von Mitte
davor Bezirksstadträtin für Schule, Sport, Kultur und Weiterbildung in Mitte (10/2021-10/2022)
10 Jahre Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin (2011-2021)
5 Jahre Fraktionsvorsitzende in der bündnisgrünen BVV-Fraktion Pankow (2006-2011)
