| Antragsteller*in: | Christopher Schriner |
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O2-1: Christopher Schriner
Name
Bewerbung
Liebe Freundinnen und Freunde,
vor zwei Jahren habt ihr mir euer Vertrauen geschenkt. Heute stehe ich wieder vor euch als Überzeugungstäter für unseren Bezirk und bitte um euer Vertrauen. Mitte ist Hauptstadtbezirk der Bundesrepublik, aber auch Bezirk der ehemaligen Hauptstadt der DDR. Wir haben Regierungsgebäude, Botschaften, Bürohochhäuser, Plattenbauten, Gründerzeitbauten und sogar Einfamilienhäuser. 400.000 Menschen leben ungefähr im Bezirk, aber durchschnittlich 670.000 befinden sich jeden Tag im Bezirk. Einmal alles. Das bietet der Bezirk.
All diese Menschen verbindet der öffentliche Raum, unsere Straßen, unsere Grünanlagen. Jede und jeder darf, kann und soll hier seinen Platz finden. Wie wir den öffentlichen Raum gestalten und in ihm leben, das ist der Ausdruck der Werte unserer Demokratie. Wir bauen und leben im öffentlichen Raum, erlebbar für alle, jeden Tag die Werte unserer Gesellschaft. Und deswegen ist er auch in Zeiten einer demokratischen Krise so relevant. Der öffentliche Raum ist eben nicht der Raum, wo der Stärkere sich durchsetzt, sondern der Ort für Solidarität, Wohlwollen und Rücksicht. Füreinander. Unabhängig von Milieu, Alters oder Herkunft. Dleiche Lebensverhältnisse für alle in Mitte, egal ob im Wedding oder in Alt-Mitte. Hochwertige Grünanlagen und Spielplätze, Verkehrssicherheit, egal ob zu Fuß, auf dem Fahrrad oder im Bus, Sauberkeit und Aufenthaltsqualität. Straßen, die den Anwohnenden dienen und nicht dem Durchgangsverkehr – aber auch die Besucherinnen und Besucher unserer Stadt und natürlich für die Menschen, die hier arbeiten.
Das ist unsere Idee von Stadt, die wir schrittweise im ganzen Bezirk umsetzen:
- Mit dem Programm für Sichere Kreuzungen wurden in Mitte in den letzten 5 Jahren knapp 100 Kreuzungen für den Fußverkehr sicherer gemacht.
- Mit Fahrradstraßen stärken wir die Mobilität für alle – Kinder kommen sicherer von A nach B, ältere Menschen können leichter vom Auto umsteigen.
- Wir befreien die Kieze vom Schleichverkehr mit Autos und öffnen die Straßen für die Menschen, die hier wohnen. Mit dem Projekt “Kiezblocks für Mitte” haben wir die Grundlage dafür geschaffen, systematisch mehr Sicherheit, Ruhe und Lebensqualität in die Kiezen zu bringen..
- In der Singerstraße wurde mit der Schulzone nicht nur eine Straße den Kindern zurückgegeben – hier wurden auch als Modellprojekt “Grüne Gullys” gebaut, mit denen wir Regenwasser direkt von der Straße ins Grün bringen. 25 weitere “Grüne Gullys” befinden sich derzeit in der Fertigstellung – so passen wir den Bezirk flächendeckend an den Klimawandel an!
- Zwei neue Landschaftspläne werden gerade erarbeitet – damit schaffen wir mehr Schutz für grüne Hinterhöfe für ein besseres Stadtklima und mehr Lebensqualität.
Diese Überzeugung, die Werte hinter all diese Projekte teilen nicht Alle. Öffentlich werden Ziele ausgerufen, wie Verkehrsberuhigung in Kiezen, Verkehrssicherheit, Schulwegsicherheit. Und dann werden die dafür notwendigen Maßnahmen von politischer Seite, vom Land und der CDU im Bezirk torpediert. Selten geht es um Argumente. Das Wirken der CDU verstehe ich als Auftrag: Diese Politik der CDU will ich mit euch und mit Steffi als Bezirksbürgermeisterin beenden!
Unsere Ziele liegen teilweise in weiter Entfernung. Wir wollen klimaneutral sein in 2045 für die Lebensgrundlagen unserer Kinder. Für diese Zeit kämpfen wir abstrakt mit Maßnahmen, die wir heute auf die Straße, in die Grünanlagen bringen. Was können wir in Mitte machen? Wir können Modellstadt sein bei Klimaanpassung, bei der Mobilität, beim öffentlichen Raum, bei der Verwaltung, bei der Art und Weise, wie wir als Menschen miteinander umgehen. Und das ist das, was uns von anderen unterscheidet. Wir reden nicht, wir machen. Und das wird gesehen. Und das ist das Besondere am Bezirk. Und das ist das, was ich weiter voranbringen möchte: den öffentlichen Raum weiterentwickeln zu einer sicheren, sozialen, inklusiven, menschengerechten und klimaangepassten Stadt als Modellstadt für ganz Deutschland, eigentlich für ganz Europa. Baum um Baum, Meter um Meter, Quadratmeter um Quadratmeter, Gespräch um Gespräch. Und das verstehe ich als die Aufgabe des Stadtrats für den öffentlichen Raum. Und diese Aufgabe möchte ich für euch, mit euch, mit aller Kraft und viel Vision übernehmen. Und dafür bitte ich um eure Stimme.
Berufliches
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Architekt, geboren 1980 in Bonn, verheiratet, drei Kinder, lebt seit 2017 mit seiner Familie in Moabit, Parteimitglied seit 2020
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2008-2011 Mitarbeiter im Büro Uwe Schröder, Bonn
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2008-2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehr- und Forschungsgebiet Raumgestaltung, RWTH Aachen
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2013-2024 Architekt in einem Büro für Wettbewerbswesen, Stadtentwicklung und Beratung in der Projektentwicklung,
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seit April 2024 Bezirksstadtrat für den Bereich Ordnung, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen
Partei
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2020 Mitglied bei den Grünen im KV-Mitte
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seit 2021 Bürgerdelegierter im Ausschuss für Stadtentwicklung und Facility Management,
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seit 2022 Co-Sprecher der AG Stadtentwicklung,
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seit 2022 Delegierter im Landesausschuss und der Landesdelegiertenkonferenz und stellvertretender Delegierter in der Bundesdelegiertenkonferenz
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seit 2024 Delegierter in der Landesdelegiertenkonferenz und der Bundesdelegiertenkonferenz
